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10 Tipps für die sichere und bedachte Spende

 

Was Sie vor Ihrer Spende bedenken sollten und wie Sie Ihre Spende gezielt einsetzen. Die zehn wichtigsten Grundregeln für Spender. Damit Ihre Spende in die richtigen Hände gelangt und sinnvoll verwendet wird.


von Rechtsanwalt Jan Bartholl Münster


04.12.2007 (Kö) Als Spender haben Sie die Qual der Wahl. Über 250.000 gemeinnützige Vereine, Hilfsorganisationen und Einrichtungen buhlen um Ihre Gunst. Um Ihre Spende besonnen und gezielt einzusetzen, haben wir in diesem Beitrag einige Grundregeln aufgestellt, die Ihnen die Entscheidung erleichtern sollen.


TIPP 1:

Lassen Sie sich nicht verunsichern!

Auch wenn es schwarze Schafe unter den Spendesammlern gibt, arbeiten viele Organisationen mit großer Hingabe und absolut seriös. Lassen Sie sich durch die Machenschaften weniger Scharlatane nicht von ihrer grundsätzlichen Spendenbereitschaft abbringen. Sie können sich informieren und mit Ihrer bewussten Spende gezielt helfen.

 

TIPP 2:

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!

Spenden ist eine Art der Zuwendung, die aus eigenem Antrieb, zwanglos und freibestimmt vorgenommen werden muss. Sobald Sie den Eindruck haben, zu etwas überredet, genötigt oder gedrängt zu werden, scheuen Sie sich nicht abzulehnen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn man hektisch versucht, Sie unter Zeitdruck zu einer Unterschrift oder Spende zu überreden. Eile ist bei Spenden ein schlechter Beweggrund.

 

TIPP 3:

Seien Sie kritisch bei allzu gefühlsbetonten Fotos, Bildern und Texten!

Jede Organisation versucht Sie für Ihre Ziele und Anliegen zu gewinnen. Dies ist selbstverständlich und nicht weiter bedenklich. Fragwürdig wird es, wenn die Grenze der Anteilnahme und des Mitgefühls überschritten wird. Dann werden Menschen, die in schlimmen Situationen leben und besonders schwere Schicksalsschläge zu verkraften haben, als Mittel benutzt, um das Spendenaufkommen zu erhöhen. Mitleid erregende Bilder, die Menschen und häufig Kinder in erbärmlichen Situationen, gequälte Tiere nach schrecklichen Quälereien oder andere grenzwertige Motive abbilden, dienen nicht der Information, sondern haben rein gefühlsbetonten Charakter. Ist die Werbung zu aufdringlich und gefühlsbetont, versuchen Sie sachlich und kritisch zu bleiben und zunächst weitere Informationen über die Organisation einzuholen. Das Informationsmaterial seriöser Hilfsorganisationen sollte in Wort und Bild sachlich gehalten sein.

 

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Verbrauchertipp
Seien Sie kritisch gegen über besonders gefühlsbetonten Motiven und Bilddarstellungen. Spenden Sie nur aus eigenem Antrieb, zwanglos und mit dem guten Gefühl, das Geld tatsächlich gerne zu geben.
 
 


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TIPP 4:

Seien Sie besonders kritisch gegenüber langfristigen Fördermitgliedschaften!

Unterschreiben Sie auf keinen Fall irgendwelche Mitgliedsbeitritte, Fördermitgliedschaften, Überweisungsträger oder Einzugsermächtigungen, ohne sich vorher genauestens und in Ruhe über die Hintergründe der Projekte und die Organisation selbst kundig gemacht zu haben.

 

TIPP 5:

Vorsicht bei Haustürbesuchen oder E-Mails mit Spendenaufrufen!

Werkstätten für Behinderte und Blinde verkaufen ihre Waren niemals an der Haustür. Betrüger versenden E-Mails mit Links auf gefälschte Seiten mit Spendenformularen, die denen seriöser Organisationen ähneln. Überweisen Sie nie Geld auf Konten, deren Nummer Sie ausschließlich aus E-Mails erfahren haben, sondern erkundigen Sie sich genau über die Organisation, die hinter dem Spendenaufruf steht.

 

TIPP 6:

Spenden Sie mit Bedacht!

Überlegen Sie sich genau, für welchen Zweck und welches Anliegen Sie ihr Geld geben möchten. Die Hilfsorganisationen informieren häufig sehr genau über die einzelnen Projekte und nennen immer Ansprechpartner, die Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung stehen. Häufig werden die Werbenden Sie mit Mappen und Prospekten, mit Mitleid erregenden Bildern, wortreich und redselig vorgetragenen Schicksalen zu überreden versuchen. Sofern Sie die Organisation nicht kennen, bleiben Sie kritisch. Unterschreiben Sie nichts. Fragen Sie nach Informationen über die Organisation. Fragen Sie vor allem nach Anschriften, Büros und nach Namen. Lassen Sie sich ergänzende Informationen wie den Jahresbericht oder ähnliche aussagekräftige Materialien zukommen. Mit diesen Angaben können Sie sich zumindest im Internet und noch besser durch das DZI oder andere Stellen informieren.

 

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Verbrauchertipp
Soweit Sie von der Organisation noch nie gehört haben oder sich unsicher sind, warten Sie mit Ihrer Spende. Lassen Sie sich Informationsmaterial aushändigen und erkundigen Sie sich genau über die Ziele und Anliegen des Hilfswerkes oder der Organisation. Versuchen Sie auch Informationen von Dritten über die Organisation und Ihre Ziele in Erfahrung zu bringen.
 
 




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TIPP 7:

Versuchen Sie nur ausnahmsweise streng zweckgebunden zu spenden!

Spenden, die ausdrücklich oder zumindest im Zusammenhang mit z.B. den Worten im Verwendungszweck der Überweisung oder einem Sonderkonto, einem bestimmten Zweck zugeordnet werden sollen, beschneiden die Entscheidungsfreiheit der Hilfsorganisationen. Dadurch ist die Hilfsorganisation in Ihrer Entscheidung gebunden und ihrer Planungsfreiheit eingeschränkt. Dies kann im Einzelfall sinnvoll sein, stellt im Regelfall jedoch eine unnötige Einschränkung dar.

 

TIPP 8:

Nutzen Sie die Überweisung!

Statt Geld in Sammelbüchsen zu werfen, können Sie bei seriösen Organisationen immer die Alternative der Überweisung nutzen! Dann können Sie sich in Ruhe über die Projekte und Ziele der Organisation erkundigen und den genauen Betrag ihrer Spende bedacht wählen.

 

TIPP 9:

Besser einen größeren Betrag als viele kleine Beträge an verschiedene Organisationen!

In Ruhe überlegen und lieber einer Organisation einen Gesamtbetrag spenden als viele kleinere Beträge an verschiedene Hilswerke aufzuteilen. Warum? Jede Wohltätigkeitsorganisation hat Verwaltungskosten. Es kommt also immer weniger Geld bei den Hilfsbedürftigen an, je höher der Verwaltungsaufwand und die Verwaltungskosten. Zum anderen macht es das Gießkannenprinzip auch für Sie aufwändiger, die vielen Organisationen und Projekte auf ihre Seriosität zu überprüfen.

 

TIPP 10:

Auch Hilfsorganisationen müssen werben!

Die regelmäßig eintreffenden Mailing- und Postsendungen vieler Hilfsorganisationen stimmen nachdenklich und sind ärgerlich. Das Geld könnte häufig besser eingesetzt werden. Wer möchte schon, dass seine Spende genutzt wird, um Werbewurfsendungen herzustellen und Mailingaktionen zu finanzieren? Beachten Sie jedoch, dass auch Hilfswerke und gemeinnützige Organisationen über Ihre Arbeit informieren müssen und durch die verstärkte Aufmerksamkeit wiederum höhere Spenden erzielt werden können. Die Briefwerbung und Werbung durch E-Mails stellt als sogenanntes Direct Mailing ein übliches Mittel bei der Spendeneinwerbung dar. Seriöse Hilforganisationen versuchen den Adressatenkreis so genau wie möglich einzugrenzen, um Kosten zu sparen. Soweit die Werbekosten in einem vernünftigen Verhältnis zu den sonstigen Ausgaben, Umsätzen und der Finanzierung der eigentlichen Projekte stehen, sind diese ein notwendiges Übel im Spendenwettbewerb.

 


Rechtsanwalt Jan Bartholl berät in Fällen ungerechtfertigter Forderungen wegen angeblicher Fördermitgliedschaften oder Vereinsmitgliedschaften.

 

Rechtsanwalt Jan Bartholl
Münster, Dezember 2007
www.ra-janbartholl.de und aktuelle Informationen
unter www.aktuell.ra-janbartholl.de/Aktuell
E-Mail: info (at) ra-janbartholl.de

 


copyright Jan Bartholl

Diesen Artikel können Sie mit einem Hinweis auf unsere Webseite http://www.ra-janbartholl.de verbreiten, zitieren und verlinken.

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Abgelegt unter: Spenden, Hilfsorganisationen, Vertragsrecht, Forderungen, Kündigung, Tipps

Markiert als Artikel über 10 Tipps für edle Spender und gütige Gönner von Rechtsanwalt Jan Bartholl in Münster. Der Artikel beschäftigt sich mit Fragen über die gezielte und bedachte Spende, insbesondere den korrekten Einsatz der Mittel und die Notwendigkeit, sich im Vornherein über die Organisation und ihre Ziele und Anliegen zu erkundigen. Zu diesem Thema finden Sie weitere Informationen unter Spenden, Hilfsorganisationen, Verbraucherrecht, Vertragsrecht, Forderungen und Tipps.

Links: 10 Tipps für edle Spender und gütige Gönner

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