headerline
headerline
Home BarthollAktuellesLeistungenKontaktImpressum
Deutsch
English
Espanol
headerline
 
 
 
  logobartholl

 

Versicherer müssen angemessenen Rückkaufswert zahlen



18.11.2007 (Kö) Wenn Sie nach 1994 eine Kapitallebensversicherung oder eine Rentenversicherung abgeschlossen und wieder gekündigt haben, werden Sie sich über den niedrigen Rückkaufswert wundern. Vielleicht ärgern Sie sich auch über die Informationen Ihrer Versicherung, dass kein Rückkaufswert bestünde. Schließlich hat Ihre Versicherung die von Ihnen in den zurückliegenden Jahren gezahlten Beiträge vielleicht als beitragsfreie Versicherungssummen geführt, so dass diese Ihnen nicht als kapitalbindend gutgeschrieben wurden.

Der Grund ist, dass die Versicherer die Abschlusskosten der Verträge nicht gleichmäßig auf die gesamte Vertragslaufzeit verteilen, sondern alle Vertragskosten bereits mit Vertragsschluss berechnen. Das bedeutet, dass die von Ihnen gezahlten Beiträge in den ersten Jahren vor allem für die Finanzierung der Vermittlerprovision und vermeintlicher Storno- und Abschlusskosten und somit für Sie wirtschaftlich nachteilig verwendet wurden.

Der Bundesgerichtshof hat diese Berechnungspraxis der Versicherer für unwirksam erklärt (Bundesgerichtshof vom 09.05.2001 Aktenzeichen IV ZR 121/00 und IV ZR 138/99).


Beachten Sie:


Wenn Sie Ansprüche aus und über den mit Ihrer Versicherung geschlossenen Vertrag gelten machen möchten, beträgt die Verjährungsfrist 5 Jahre ab Fälligkeit der Auszahlung des Rückkaufswertes. Dabei bestimmt das Ende des fünften Jahres den maßgeblichen Zeitpunkt. Sie sollten unbedingt die Verjährungsfristen berechnen und in unklaren Fällen rechtlichen Rat einholen. Wir stehen Ihnen jederzeit als Partner zur Seite.

Viele Versicherer haben nach den Urteilen des Bundesgerichtshofes ihre Versicherungsbedingungen geändert. Oft geschah dies jedoch einseitig mittels eines einfachen Schreibens an die Versicherten, dass die neuen Vertragsbedingungen von nun an gelten. Vertragsbedingungen können jedoch nicht einfach einseitig von einem Vertragspartner geändert werden. Ob die Vertragsbedingungen in Ihrem Fall wirksam geändert wurden, sollten Sie von einem Fachmann rechtlich überprüfen lassen. Sie können sich jederzeit an uns wenden.


Welche Verträge sind betroffen?


Durch die neue Rechtsprechung sind alle kapitalbildenden Lebens- und Rentenversicherungen betroffen, die ab 29.07.1994 bis zum Herbst 2001 abgeschlossen wurden. Der genaue Zeitpunkt hängt davon ab, wann Ihr Versicherer die Bedingungen angepasst, das heißt geändert hat.

Für diese Versicherungsverträge gilt, dass die Versicherer die von Ihnen gezahlten Versicherungssummen nicht auf einen Rückkaufwert von Null herunterrechnen dürfen. Sie können von Ihrem Versicherer eine Neuberechnung der Versicherungssumme verlangen. Zudem können Sie für den nachzuzahlenden Betrag Zinsen ab Beendigung des Vertrages verlangen. Eine genaue rechtliche Beurteilung bedarf immer einer sorgfältigen Prüfung und Berechnung im Einzelfall. Die Rechtsanwaltskanzlei Bartholl berät Sie jederzeit zu rechtlichen Fragen. Handeln Sie möglichst jetzt. Denn für viele Forderungen aus Versicherungsverträgen wird Ende dieses Jahres bzw. Ende 2007 vermutlich die Verjährung eintreten.


Die geänderte Rechtsprechung hat keine Auswirkungen auf

    • Versicherungsverträge, die bis zum Ablauf vollständig erfüllt wurden,

    • Versicherungsverträge, die vor dem 29.07.1994 abgeschlossen wurden und auf

    • Versicherungsverträge, die ab 2001 mit den neuen, geänderten Versicherungsbedingungen vereinbart wurden

 

Rechtsanwalt Jan Bartholl
Münster, November 2007
www.ra-janbartholl.de
E-Mail: info (at) ra-janbartholl.de

 


copyright Jan Bartholl

Diesen Artikel können Sie mit einem Hinweis auf unsere Webseite http://www.ra-janbartholl.de verbreiten, zitieren und verlinken.

linegrey

Bartholl logo
Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich an die Rechtsanwaltskanzlei Bartholl in Münster wenden. Wir stehen Ihnen jederzeit als Partner zur Seite. Rechtsanwalt Jan Bartholl betreut Sie als Ansprechpartner weit über juristische Details hinaus in Münster und Umgebung.
Beratung
Haben Sie eine spezielle Frage zu einem ganz bestimmten Thema, stehen Ihnen Ansprechpartner zu den verschiedenen Themengebieten wie Verbraucherrecht, Vertragsrecht, Reiserecht und anderen Rechtsgebieten jederzeit zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail oder Telefon. Ihr persönlicher Ansprechpartner erörtert mit Ihnen gemeinsam die Sachlage und beantwortet Ihre Fragen. Die Rechtsanwaltskanzlei Bartholl freut sich, Sie kennenzulernen.


linegrey

symarch

   

Dieser Artikel als pdf-Datei: Beispiele für elektronische Briefköpfe in geschäftlichen E-Mails [...] pdf

Abgelegt unter: Versicherungsrecht, Verbraucherrecht, Vertragsrecht, Haftung, Wirtschaftsrecht

Markiert als Artikel über Beispiele für elektronische Briefköpfe in geschäftlichen E-Mails von Rechtsanwalt Jan Bartholl in Münster. Der Artikel beschäftigt sich mit rechtlichen Fragen über die Pflichten von Gewerbetreibenden und Unternehmern zu bestimmten Angaben in E-Mails und im Geschäftsverkehr. Zu diesem Thema finden Sie weitere Informationen unter Gesellschaftsrecht, Tipps für Unternehmer, Firmenrecht, Wettbewerbsrecht, Haftung, Vertragsrecht.

Links: Versicherer müssen angemessenen Rückkaufswert zahlen

Verwandte Informationen: Beispiele für elektronische Briefköpfe in geschäftlichen E-Mails

Geschäftliche E-Mails und häufig übersehene Pflichtangaben

Pflichtangaben in geschäftlichen E-Mails von Kleingewerbetreibenden



linegrey

 

Lesezeichen für diesen Artikel einfügen unter ...     google delicious mister-wong yahoo yigg blinklist wikio webnews oneview folked linkarena digg facebook



linegrey


 

Rechtsanwaltskanzlei Bartholl
E-Mail: info (at) ra-janbartholl.de
go back zurück